5. Spieltag: SV Eintracht Elster II – SV Einheit Wittenberg 4:4 (1:2)

Gute Moral rettet einen Punkt

 

Nach der bitteren Punkteteilung in der vergangenen Woche im Stadtderby gegen den VfB Zahna stand nun das Heimspiel gegen den SV Einheit Wittenberg auf dem Plan. Eine erneut schwere Aufgabe, doch man wollte den Schwung mitnehmen und 3 Punkte in der Heimat lassen.

Und die erste Chance des Spiels lies auch nicht lang auf sich warten. Nach 30 Sekunden gewann Philipp Schönknecht den Ball im Mittelfeld, spielte auf Marcus Finke, der weiter auf Norman Henschel der kurz vor dem Strafraum von den Beinen geholt wurde. Die Lutherstädter hatten Glück das der Schiedsrichter nur auf Freistoß entschied und von einer Karte absah, da es wirklich grenzwertig an einer Notbremse war. Nichts desto trotz nahm sich der Gefoulte den Ball und verfehlte mit seinem Freistoß das Tor knapp. Es war von Beginn an ein offener Schlagabtausch und so konnten die Gäste in der 5. Spielminute in Führung gehen. Nach einer geklärten Ecke landete der Ball im Rückraum und der Wittenberger Spieler ging volles Risiko und schoss direkt auf das Tor. Er traf den Ball perfekt und erzielte ein echtes Traumtor – der Ball landete unhaltbar im Winkel.

Es dauerte allerdings nur 3 Minuten ehe man da Ergebnis wieder ausgleichen konnte. Einen Freistoß von Philipp Schönknecht konnte der Keeper nicht festhalten und so stand es 1:1. Nur eine Minute später hätte man das Spiel dann fast gedreht. Nach einem schönen Zusammenspiel zwischen Norman Henschel und Marcus Finke, verpasste Letzterer mit seinem Schuss nur knapp das Tor. Was dann allerdings mit unserer Eintracht passierte ist unerklärlich. Man verlor völlig den Faden und beschäftigte sich zu viel mit Randgeschehnissen als mit dem Spiel und der eigenen Leistung. So machte man den Gegner unnötig stark. Eine bezeichnende Szene dafür war dann die 23. Spielminute. Nach einem Absprachefehler zwischen Torhüter Csaba Juhasz und Alexander Steudte war der Wittenberger Stürmer der lachende Dritte und konnte die erneute Führung für die Gäste erzielen. Unsere Reserve war völlig von der Rolle und so konnte man sich bis zum Halbzeitpfiff noch bei Torhüter Csaba Juhasz bedanken, dass es nur 1:2 stand. Mit guten Paraden hielt er die Mannschaft im Spiel.

In der Halbzeit schwor man sich noch einmal ein und wollte ein anderes Gesicht zeigen. So fing man im zweiten Spielabschnitt an wenigstens zu kämpfen. Doch zunächs lief es nicht wirklich besser. In der 61. Spielminute musste man nach einer Flanke und einer Direktabnahme das 1:3 hinnehmen. Nur 3 Minuten später kam es dann noch dicker. Max Fleck sah nach einer Notbremse völlig zu recht die Rote Karte. Nur noch 10 Mann und ein zweitore Rückstand nach 65 Minuten. Lobenswert das die Mannschaft nun nicht aufsteckte und getreu dem Motto: „Jetzt erst recht!“ rieb man sich weiter auf. In der 82. Spielminute wurde dies dann auch belohnt. Nach einem Pass von Norman Henschel auf Steve Biedermann, fand dieser mit seiner Hereingabe erneut Norman Henschel der mit einem satten Schuss auf 2:3 verkürzen konnte. 4 Minuten später dann fast die Kopie. Lucas Könnecke setzte erneut Steve Biedermann mit einem tollen Pass ein, der diesmal Marcus Finke bediente. Dieser musste den Ball nur noch über die Linie drücken und so stand es auf einmal 3:3. Eine Minute vor Schluss dann aber ein erneuter Rückschlag. Vielleicht wollte man nun zu viel und so konterte Einheit und konnte erneut in Führung gehen. Doch es war noch nicht Schluss. In der ersten Minute der Nachspielzeit wurde Christoph Eisler im Strafraum von den Beinen geholt und es gab folgerichtig Strafstoß für unsere Eintracht. Marcus Finke übernahm Verantwortung, hatte die nötige Ruhe und netzte zum 4:4 ein.

So ist Fußball. In der letzten Woche noch der gefühlte Verlierer beim späten Ausgleich und nun der moralische Sieger. In Unterzahl so zurück zu kommen zeichnet eine Mannschaft auch in gewisser Weise aus. Dennoch muss man sich vorwerfen, dass die erste Halbzeit total in die Hose ging. Zum Glück hat man schnell die Möglichkeit dies vergessen zu machen, denn bereits am Mittwoch steht das nächste Pflichtspiel auf dem Programm. Am Tag der deutschen Einheit steht das Achtelfinale im Reservepokal an. Da man gegen die Reserve des SV Grün-Weiß Annaburg spielt kommt es zu einem zeitigen Aufeinandertreffen der letztjährigen Finalisten. Anstoß der Partie ist 14:00 Uhr im Waldstadion in Annaburg.

 

Aufstellung

Csaba Juhasz (46. Max Fleck) – Stefan Bannert, Alexander Steudte, Philipp Schönknecht, Matthias Lehmann (80. Frank Kettmann) – Marcus Glawon (75. Christoph Eisler), Lucas Könnecke, Dennis Neu, Steve Biedermann, Norman Henschel, Marcus Finke

 

Tore

0:1 – Andreas Sander (5.)

1:1 – Philipp Schönknecht (8.)

1:2 – Jasem Qwaider (23.)

1:3 – Jamal Almaao (61.)

2:3 – Norman Henschel (82.)

3:3 – Marcus Finke (86.)

3:4 – Stefan Müller (89.)

4:4 – Marcus Finke (90.+1)